Schon im Januar habe ich mir einen Arbeitsplatz zuhause eingerichtet, gedacht eher für die heißen Sommertage, an denen ich es ohne Klimaanlage im Büro kaum aushalte. Nun kommt er schon jetzt zum Einsatz.

Ungeliebt – ungenutzt

Der Raum, mein Ankleide- und Gästezimmer, war mir schon lange ein Dorn im Auge. Zuerst standen nur die Schränke und ein großer Schreibtisch drin. Benutzt habe ich den nie. Deshalb wurde er durch ein Gästebett ersetzt. Ein großer Spiegel und eine Kommode für meine Wäsche ergänzten die Einrichtung. Einen eigenen Schlafraum für Gäste zu haben, ist praktisch. Darauf wollten wir nicht mehr verzichten. Als Ankleidezimmer diente der Raum nach wie vor.

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Mein Wunsch einen Arbeitsplatz zuhause zu haben, lies mir wenig Auswahl. Im Schlafzimmer wollte ich auf keine Fall arbeiten. Im Wohnzimmer gäbe es nur die Möglichkeit am großen Esstisch Platz zu schaffen. Eine Lösung, die mir auch nicht gefiel. Es wäre auch nur ein Provisorium. Einzig im Schrank-Gästezimmer konnte ich Platz am Fenster schaffen.

Ein Raum – Drei Aufgaben

Wenn der kleine Raum drei Funktionen erfüllen sollte, musste ich mir einen Plan machen und Ideen sammeln. Auf Pinterest entstand ein Moodboard, der Plan war schnell gemacht.

Immerhin war durch die Schränke und das Gästebett schon ein Großteil des Raumes verplant, die Möblierung festgelegt.

Ein Schreibtisch sollte ans Fenster, ein Wandregal über dem Schreibtisch Ablagemöglichkeit schaffen. Das war’s.

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Zudem überlegte ich mir, welche Farben für diesen nach Norden ausgerichteten Raum in Frage kommen und welche Muster. Gelb sollte es sein. Denn schon einmal habe ich einen Raum mit wenig Licht mit dieser Farbe zum Leuchten gebracht. Als Gegenspieler kam nur ein dunkles Blau in Frage, zumal ich in dieser Farbe schon Kissenbezüge und einen Bettüberwurf hatte. Die Muster sollten nicht verspielt sein.

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Der Schreibtisch, aus einem Onlineshop, war erstaunlich schnell aufgebaut und dank exakter Messung passt er perfekt in die “Lücke”. Deko in gelb und blau fand ich im Sozialkaufhaus, den weißen Vorhang im Fundus, einen Stand-Spiegel bei ebay-Kleinanzeigen. Lediglich ein Bürostuhl fehlt noch. Er ist beim Möbelschweden bereits bestellt und kommt hoffentlich bald. Gelb ist er natürlich. Vorläufig behelfe ich mir mit einem Hocker und einem Korbstuhl im Wechsel. Da ich nur 5 Stunden täglich im Homeoffice arbeite, geht das.

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Ausblick ins Grüne

Ein besonderes Highlight ist der Blick aus dem Fenster. Im Haselnussstrauch tummeln sich unsere gefiederten Gartenbewohner, Meisen, das Rotkehlchen und Herr und Frau Amsel. Am Waldrand sehe ich ab und zu den Specht und schon morgens Waldläufer, Jogger, Walker und Gassigeher. Denen mache ich es nun nach und gehe morgens, bevor ich zu arbeiten beginne, erst mal eine halbe Stunde walken. Das tut mir gut, ich werde versuchen, das beizubehalten.

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Outfits der Woche

Rein zufällig dominierte die Farbe Blau auch meine Home-Office-Looks letzte Woche. Sieh selbst…

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Zuhause Arbeiten

Das Arbeiten zu Hause empfinde ich als sehr angenehm. Ich arbeite effektiver, bin weniger von anderen abgelenkt. Erreichbar per Telefon und per E-Mail bin ich in Kontakt mit Kollegen und Kunden, wie bisher. Es gibt wenig, was ich nicht von zuhause aus erledigen kann. Dennoch würde ich, wenn ich die Wahl hätte, nicht nur im Home Office arbeiten. Zwei Tage in der Firma, drei Tage zuhause wären ideal. Ich arbeite gerne im Team und vermisse den Austausch durchaus.

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Ich habe kein Problem damit, mich zu dispizlinieren. Mein Tag beginnt wie immer um 5.30 Uhr. Meine Morgenroutine ist diesselbe, nun ergänzt durch eine 1/2 Stunde Bewegung an frischer Luft – in dieser Zeit fahre ich sonst zur Arbeit. Dass ich gleich nach Arbeitsende zuhause bin und Mittag essen kann, ist ein weiterer Vorteil.

Wenn Du die Wahl hättest, wo und wie würdest Du am liebsten arbeiten?

Liebe Grüße und bleib gesund!

Sabine

P.S. Warum ich schon einmal meinen Arbeitsplatz gewechselt habe und noch ein paar sommerliche Büro-Looks gibts hier. 

27 Kommentars

  1. Hallo liebe Sabine, das ist ein wunderschöner Raum. Vor allem der Blick ins Grüne, wenn man von der Arbeit ausschaut, ist gut gewählt. Und in den Farben fühlt man (ich) sich sehr wohl.
    Ich möchte demnächst auch mehr im Homeoffice arbeiten, habe auch einen genehmigten Antrag. Blöderweise kann der wegen Corona jetzt von der Technik nicht eingerichtet werden – wie absurd. Also pendelte ich jetzt weiterhin. Ich freue mich so sehr auf die Zeit, morgens einen Spaziergang durch die Felder statt eine Baustellenfahrt auf der A5 zu machen.
    Eie schön, dass die Mischung hier und da heutzutage möglich ist.
    Herzlichst! Ilka

    Ilka Arndt
  2. Liebe Sabine, das Blau und Gelb wirkt richtig frisch. Perfekt zum Arbeiten. Der Ausblick gefällt mir ich schaue gern in die Weite und ins Grüne. Zwei Tage zu drei Tagen ist toll, so arbeitet Sarah auch gerne. Zur Zeit aber auch nur daheim.
    Ich kann nicht ins Homeoffice, habe aber keinen langen Weg. zur Arbeit. Allerdings sind an manchen Tagen auch die 800 Meter Fußweg eine Herausforderung für mich. Leider.
    Dein Raum ist klasse geworden , viel Spaß beim Arbeiten dort.
    Liebe Grüße Tina

    Tina von Tinaspinkfriday
  3. Darf ich den Beitrag hier bei meinem zum Homeoffice https://www.meyrose.de/2020/04/03/kleidung-im-homeoffice-was-ist-anders-als-in-der-oeffentlichkeit/ verlinken? Er wäre eine schöne Ergänzung. Deine Homeofficelooks gefallen mir alle und für Blau und Gelb bin ich immer zu haben.

    Lustigerweise habe ich den gleichen Hocker vom Möbelschweden seit Jahren in meinem Bastelzimmer als Schreibtischhocker. Er ist auch gut als Stuhl am Esstisch an einer Ecke, wenn mal ein Gast mehr da ist, als mit richtigen Stühlen an den Tisch passen würde.

    Ich entsorge gerade fast alles, was herumsteht und nicht in geschlossenen Schränken sinnvoll untergebracht werden kann, um Staubfänger zu minimieren. Wenn ich Dein dekoriertes Zimmer so sehe, ist das genau das Gegenteil davon. Indiskrete Frage: Wie wirst Du dem Staub dort Herr oder darf der da leben?

    Das Gästebett finde ich total schön. Ich wünsche mir immer noch so ein Tagesbett im Esszimmer, aber da fehlt die ideale Lösung noch. Kommt Zeit, kommt Tagesbett. Wenn nicht im Esszimmer, dann woanders.

    Einen schönen Ostermontag wünscht Euch
    Ines

    1. Liebe Ines, danke, selbstverständlich darfst Du verlinken. Ich freue mich drüber.
      Der Hocker ist unverwüstlich, ich hab ihn wahrscheinlich schon 20 Jahre. Mal war er Ersatztischchen, mal Ersatzstuhl. Was das Abstauben angeht, das muss ich gar nicht so oft. Einmal im Monat gehe ich mit einem feuchten Lappen ans Werk, das ist in einer 1/4 Stunde erledigt. Als ich noch in der Stadt wohnte, hab ich wöchentlich staub gewischt. Hier draußen ist die Luft deutlich staubfreier.
      Liebe Grüße
      Sabine

  4. Ein Arbeitsplatz mit diesem Ausblick finde ich toll, wüsste aber auch nicht, ob der mich zu sehr ablenken würde…
    Ich bin froh, dass dieses Thema für mich erledigt ist, hat mein Beruf zur Folge gehabt, dass ja immer die Hälfte der Arbeit zu Hause erledigt werden musste. Und da habe ich es mir immer schön und angenehm gemacht ( die öffentliche Hand mutet Lehrern ja fürchterliche Arbeitsplätze zu, wenn überhaupt – verbringe mal den “Büroanteil” auf Kinderstühlen: Meldet sich das Kreuz schon? )
    Der Effekt war in den letzten 15 Jahren, als nur noch mein Mann und ich im Haus lebten, dass wir nicht mehr zwischen privat und Beruf unterscheiden konnten und dem Arbeiten unendlich viel Raum gegeben haben ( bei mir auch bedingt, dass mich das verlassene Nest sehr heruntergezogen hat ). Eine sehr ungute Entwicklung. Ich bin herzlich froh, dass ich das alles hinter mir habe.

    Übrigens schreibe ich jetzt diesen Kommentar wie alle meine Posts mit Laptop auf angezogenen Knien in einer Sofaecke. Immer.

    Deine Einrichtung und die Dekorationen finde ich neben dem Ausblick besonders ansprechend.

    Alles Gute!
    Astrid

    1. Liebe Astrid, als wir letztes Jahr unser Klassentreffen hatten, besuchten wir meine alte Schule und besichtigten auch das Lehrerzimmer. Ich war entsetzt darüber, wie es im Lehrerzimmer aussah, Schülertische – und Stühle und kein Meter Platz dazwischen. Ist das Standard? Dann ist es ein Armutszeugnis.
      Die Ablenkung im Firmenbüro ist größer, dort steht an manchen Tagen alle paar Minuten jemand auf der Matte und will was. So ablenkend können die Amsels gar nicht sein.
      Liebe Grüße
      Sabine

  5. Liebe Sabine,
    da hast Du Dir ja einen tollen Raum geschaffen. Das Blau so frisch und das gelb dazu, den Blick in die Natur. Herrlich.
    Ich würde gerne von zu Hause arbeiten, wie Du aber auch nicht jeden Tage. Aber leider bei uns nicht gewollt. Möglich schon aber eben nicht gewollt.

    LG
    Ursula

  6. Der Raum ist toll geworden. Aber der Platz des Schreibtisches nicht gut gewählt. Von meinem Arbeitgeber würdest Du bei diesem Standort keine Genehmigung zur Telearbeit bekommen.

    Ich zitiere: “4 Aufstellen des Bildschirms und der Tastatur
    Für eine ergonomische Bildschirmaufstellung sind folgende Punkte zu beachten:
    …..
    Eine Aufstellung mit dem Fenster hinter dem Benutzer ist zu vermeiden, da hier Spiegelungen auftreten.
    Eine Aufstellung vor dem Fenster ist ebenso zu vermeiden, da hier die Helligkeitsunterschiede zwischen der Bild-schirmoberfläche und dem hellen Hintergrund (Fenster), vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung, zu stark sind.”
    Guckst Du hier: https://www.vbg.de/apl/arbhilf/unterw/22_bil.htm

    Und ja. Aktuell ist es für alle gut und sicher, wenn sie zu Hause arbeiten können.
    Einen oder 2 feste Tage könnte ich mir dafür durchaus auch vorstellen. Man wird sehen, wie sich das nach Corona entwickelt.

    BG und bleibt gesund

    1. Danke für den Hinweis, Sunny. Ich hab in dem Raum keine direkte Sonneneinstrahlung. Der Unterschied ist also nicht so groß. Wenn ich die Erlaubnis bekomme, häufiger zuhause zu arbeiten, werde ich mir zusätzlich ein Stehpult besorgen, fahrbar möglichst, um zwischen sitzen und stehen zu wechseln. Ja, man wird sehen.
      Liebe Grüße
      Sabine

  7. Tja ich liebe meine Arbeit. Aber dafür muss ich das Haus verlassen.
    Wie viel weniger ich mit dem Auto unterwegs bin merke ich aktuell
    ganz deutlich .
    Und ein Zimmer umzugestalten um es anschließend viel intensiver zu
    nutzen . Das haben wir letztes Jahr auch gemacht. Darüber bin ich bis
    heute total glücklich und zufrieden :))
    LG heidi

  8. Das Zimmer strahlt sehr viel Ruhe aus. Da arbeitet man gern im Homeoffice. Mir geht es ähnlich. Ich bin gern zu Hause und kann mich dort auch gut konzentrieren und viel wegschaffen.

    Auf der anderen Seite fehlt mir der persönliche Kontakt zu den Kollegen. Eine gesunde Mischung ist schon klasse. Funktioniert bei mir hervorragend.

    Momentan bin ich allerdings gar nicht im Büro.

    Liebe Grüße Sabine

  9. Dein neues Arbeitszimmer ist ja der Hammer! Respekt und Glückwunsch! Aber der kleine Schreibtisch würde mir nie reichen. Never! Keine Chance! 😉
    Ich wünsche dir ein schönes Arbeiten in deinem tollen Homeoffice!
    LG
    Sabiene

  10. Das Zimmer ist voll schön geworden! Das Farbkonzept gefällt mir super, auch die Möbel und die Deko sind wunderschön! gefällt mir total!
    Homeoffice ist im sozialen Bereich ja schlecht möglich, und dazu kommt dass wir technisch/medial echt komplett hinterm Mond sind… ab nächster Woche sollen wir wenigstens 2 Videochat-kompatible Laptops bekommen, um unsere “Klienten” auch sehen zu können. Mit Kindern zu telefonieren, ist ziemlich komisch, vor allem für die. Also kommen jetzt v.a. so Aufräum- und Putzarbeiten dran, wie Du ja bei mir auch lesen konntest (der Keller des Grauens…!) :-)))
    Nächste Woche wird es vermutlich so eine Art “Notgruppe” geben, mal sehen…
    Liebe Grüße, Maren

    1. Ich weiß, mit Kindern telefonieren, bedarf telepatischer Fähigkeiten. Mit Gesten und Mimik machen sie vieles deutlicher als mit Worten. Gut, dass Ihr endlich die Möglichkeit habt.
      Freut mich, das das Arbeitszimmer Dir gefällt.
      Liebe Grüße
      Sabine

  11. Schön, dass du für deinen eher ungeliebten Raum nun so ein schönes Konzept gefunden hast. Da war die aktuelle Situation doch ideal dafür, das mal anzupacken!

    Ich persönlich habe auch schon vor Corona sehr viel von daheim aus gearbeitet und mag es an sich auch sehr gern. Es gibt auch mal Tage, an denen es mich nervt (grad wenn eine blöde Aufgabe ansteht) und ich mich drücken möchte, aber generell genieße ich vor allem die Vorteile davon, dass ich ganz für mich und in meinem Tempo arbeiten kann.

  12. Liebe Sabine, da hast du dir wirklich einen wunderbaren Arbeitsplatz eingerichtet – wenn du den Kopf hebst und den Blick schweifen lässt, hast du gleich Ausblick auf die freie Natur und auf keine Häuserfront. Das wirkt sicher angenehm und beruhigend. Aber auch die Kombination von dem strahlenden Gelb mit Blau in der Gestaltung wirkt total harmonisch und verleiht dem Raum eine total harmonisch Note. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass dir das Arbeiten im Homeoffice leicht fällt, auch wenn der persönliche Kontakt zu den Kollegen nicht gegeben ist. Ich arbeite schon lange in einer Aufteilung auf Büro und Homeoffice und habe dies immer total angenehm empfunde, so hat sich für mich in der derzeitigen Situation nicht wirklich viel geändert.
    Bleib gesund und alles Liebe

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