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(Werbung – wegen Verlinkung)

Aus Altem und Gebrauchten, was Neues zu machen, ist schon lange mein Thema. Schon in der Schule habe ich mir als altem Küchenschürzenstoff Maxiröcke genäht, Jeans abgeschnitten und zu Hot Pants gepimpt, ein Nachthemd aus Leinen und Häkelspitze schwarz gefärbt und als Hemdblusenkleid getragen. Grund war zum einen, dass ich als Schülerin zwar wenig Geld aber jede Menge modische Wünsche hatte, zum anderen, dass ich mich nicht der damaligen selbstgewählten Schüleruniform – Jeans, Boots, Bluse/T-Shirt  – unterwerfen  wollte. Meine Kleidung sollte sich von der der anderen unterscheiden. 

Mit ein paar Nadelstichen zum persönlischen Stil

An diesem Wunsch, meine persönlichen Stil zu tragen, hat sich bis heute nichts geändert und so upcycle ich noch immer. Hinzu kommt, dass ich keine begnadete Näherin bin, jedoch gerne mit Stoffen, Borten und Spitze arbeite und auf diese Weise kreativ sein kann. Meine Strick- und Häkelprojekte sind zum Scheitern verurteilt. Kleidung, die ich upcycle nicht. Ich trage diese Teile gerne.

 

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Diese Blusen habe ich letztes Jahr aus Herrenhemden gemacht. In der letzten Zeit, waren es aber eher kleine Dekosachen, wie z. B. die hier vorgestellten Windlichter, oder im Zuge des Plastikvermeidens aus Schnur gestrickte Topfkratzer. Zeit mal wieder etwas Größeres anzugehen, dazu bietet sich die Aktion der Ü30-Blogger geradezu an.

Bei einem grauen Baumwoll-Sweatshirt aus dem 2nd-Hand-Laden hatte ich gleich nach dem Kauf die Strickbündchen abgeschnitten, weil mir die Form des Shirts dann besser gefiel. Nicht beachtet hatte ich, dass es dadurch ziemlich kurz wurde. Ich trug es hier  mit  einem Rock mit hohem Bund. Allerdings nur fürs Foto  – den Rock habe ich verkauft. Menocore ist nicht so meins.  So fristete das Shirt inzwischen ein einsames Dasein und wurde erst bei meiner herbstlichen Schrankinspektion prüfend in die Hände genommen.

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Behalten oder weg damit?

Weggeben kam nicht in Frage, so ohne Bündchen. Anziehen auch nicht, weil zu kurz. Zu Putzlappen verarbeiten also, oder? Ein Blick in meine Resteschublade, in der alte Borten und Spitzen darauf warten, wieder als schmückendes Beiwerk zu dienen, brachte mir die Idee.

 

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Von einem Sommerrock hatte ich, um ihn kürzer zu machen einen zweiten Volant abgeschnitten. Er war die perfekte Verlängerung. Ein Rest Baumwollspitze für den Halsausschnitt fand sich schnell und so war das Shirt im Nu aufgehübscht. Dachte ich….

Tatsächlich habe ich drei Anläufe gebraucht. Beim ersten musste ich zu meinem Ärger feststellen, dass ich den Volant so angenäht hatte, dass die Innenseite außen war. Gemerkt habe ich das erst, als ich das Shirt anprobieren wollte. Eines meiner wichtigsten Werkzeuge ist das rosa Ding, mit dem ich Nähte auftrenne. Das kam dann zum Einsatz. Die Anprobe viel  zunächst aus. Sie fand statt , als ich nach Tagen die Teile richtig zusammengenäht hatte. Und brachte wiederum eine Überraschung…

Was zuvor zu kurz war, war nun zu lang. Die Proportionen stimmten nicht. Erneut habe ich den Auftrenner bemüht, das Shirt gekürzt, und, weil ich ja lernfähig bin, nun die Teile vor dem Nähen zusammengesteckt. Das Ergebnis stellt mich zufrieden. Bis auf eine Nadel, die sich versteckt und beim Fotografieren schmerzlich in Erinnerung gebracht hatte, war alles in Ordnung.  Vor dem Fotografieren habe ich es sogar gebügelt, nur um festzustellen, dass es mir ungebügelt besser gefällt.

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“Aus alt mach neu” lautet bei den ü30Blogger & Friends diesmal das Motto… oder auch: “Upcycling” statt Wegwerfen! Hier könnt Ihr Euch inspirieren lassen, wie aus alten, vielleicht kaputten und/oder einfach unschön gewordenen Dingen durchaus noch individuelle Schmuckstücke werden können!

Ich bin schon gespannt, was ich mir dort abgucken kann.

Patin der Aktion ist Maren vom Blog Farbwunder – Style – Danke Maren!

Komm gut ins neue Jahr!

Liebe Grüße

Sabine

 

 

16 Kommentars

  1. Liebe Sabine, das Shirt mit dem Blusensaum sieht richtig klasse aus! Das Ergebnis hat jedenfalls all Deine Mühen belohnt… finde ich. Vor allem, weil man diese Art Oberteile ja häufig sieht – aber keines ist so schön und individuell! Was Du über Deine Nähversuche schreibst, kenn ich nur allzu gut… ich bin eher ungeduldig und mach es so “pi mal Daumen”, um dann festzustellen, dass ich’s falsch gemacht habe. Das mit der Naht auf der falschen Seite kenn ich leider zu gut :-)))
    Aber man sieht es dem Shirt nicht an. Kein bisschen!
    Danke fürs Mitmachen, einen guten Übergang in 2019 und alles Liebe
    Maren

  2. 🙂 Liebe Sabine!
    Wow, das ist ja wirklich schön geworden! In meinen Augen bist Du damit eine echte Künstlerin! Unglaublich, wie aus diesem grauen Sweatshirt ein außergewöhnliches Top geworden ist. Und es steht Dir ganz fantastisch!
    Dir einen guten Rutsch und liebe Grüße,
    Claudia 🙂

  3. Hallo Sabine, das Shirt ist wirklich klasse geworden, würde ich sofort so tragen, eine tolle Idee. Ich hatte auch erst für die Aktion ein Shirt in Visier genommen, aber es hatte einen Fleck und konnte nicht verwendet werden, daher habe ich etwas anderes gewählt. Deine tollen Blusen haben mich auf eine neue Idee gebracht.
    wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Liebe Grüße Bo

    Bo
  4. Liebe Sabine,
    macht sich sehr gut, dein “aufgerüschtes” Shirt – ein toller Kontrast zur coolen Lederhose! Das Foto von dir, wo du dich in den Finger gestochen hast, finde ich irgendwie besonders süß, auch wenn’s schmerzhaft war… Deine Herrenhemd-Blusen finde ich auch sehr gelungen – solche Projekte hätte ich auch noch vor mir, denn ich habe von Edi ebenfalls ein paar Hemden mit abgestoßenem Kragen etc., die auf Verschönerung warten, doch mein Nähtalent ist sehr, sehr begrenzt und die perfekte Idee habe ich noch nicht gehabt… Aber gut Ding braucht eben Weile, es wird mir schon noch etwas einfallen!
    Ich wünsche dir ein schönes Ende des Jahres 2018 und einen guten Start in ein Neues Jahr voller Gesundheit und Freude!
    Alles Liebe, Traude
    PS: Upcyclingprojekte aller Art passen übrigens auch perfekt zur Verlinkung bei ANL:
    Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität… https://rostrose.blogspot.com/2018/12/anl-36-zeit-statt-zeug-und-andere_14.html
    (nur noch bis zum Abend des 31.12.)
    und außerdem bei:
    einfach nachhaltig besser leben EiNaB… https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.com/2018/11/einab-30-mehr-ist-nicht-mehr-lasst-sich.html

  5. Wow das Sweatshirt sieht super aus mit dem Volant! Das würde ich so auch sofort tragen. Klasse Idee die merke ich mir auf jeden Fall, denn manchmal ist mir auch was zu kurz.
    Mit Nadeln erstmal feststecken ist bei mir zur Gewohnheit geworden, sonst muss ich auch oft auftrennen. 😉
    Ich wünsche Dir einen wunderbaren gesunden guten Start ins neue Jahr, herzlichst Tina

  6. Das kenne ich nur zu gut liebe Sabine. Wie gut, dass es den Auftrenner gibt. Ich finde, das Auftrennen dauert immer unendlich lange. Aber wenn es dann fertig ist, freut man sich umso mehr.

    Dein Shirt ist richtig toll geworden. Die Mühe hat sich gelohnt. Auch bei den anderen Schen.

    Komm’ gut ins neue Jahr 🙂

    Liebe Grüße Sabine

  7. Liebe Sabine, Deine Sommerblusen in Deinen neuen “Sommerfarben” sind sehr hübsch geworden. Aber das upgecyclete Shirt ist natürlich der Wahnsinn. Die viele Mühe hat sich wirklich gelohnt.
    Ich bin ja da gnadenlos und schneide alles ab, was mir nicht in den Kram passt. Vor allem Bündchen. Mit denen hab ichs nicht. Und seite den 80ern kann es auch sein, dass das dann so unversäubert bleibt. Ich ziehe dann einfach immer ein langes Hemd drunter um die nicht vorhandene Länge zu tarnen.
    LG und morgen eine schönes Sylvesterfest, ganz nach Deinen Wünschen
    Sunny

  8. Bewundernswert, was du da aus dem neutralen Teil gemacht hast!-
    Bei mir hat das Recyceln von Kleidungsstücken für mich selbst allerdings aufgehört, da ich lieber gerne von Anfang an etwas nähend konstruiere. Aber es hat in meinem jüngeren Zeiten eine große Rolle gespielt, als ich aus alter Wäsche, Tischdecken usw. individuelle Teile geschaffen habe, die den folkloristischen Touch hatten, der mir lieb war ( jetzt gibt es ja die Stickmaschine, wenn denn…)
    Ich wünsche dir alles Gute für 2019! Bis deine!
    Astrid

  9. Ich mag die Idee total gerne. Und Deine Änderungen finde ich wirklich gelungen. Selber kaufe ich nur wenig was auch so bleibt wie ich es kaufe. Vieles wird ge- und verändert . Finde eigene Ideen umzusetzen oft treffender als ohne Änderung
    Klasse Ideen
    LG und einen fabelhaften Rutsch ins 2019 für Dich

    Heidi
  10. Toll sieht Dein Shirt aus. Wahnsinn, wieviel Geduld Du hast. Gerade, wenn es anfangs so schief lief, hätte ich es wahrscheinlich zur Seite gelegt und nie wieder angefasst ;-). Nun hast Du ein echtes und stylishes Unikat. Ich bin begeistert. Auch die Lederhose passt perfekt dazu.
    Liebe Sabine, alles Gute für 2019 wünsche ich Dir.
    LG
    Ari

  11. Die Bortemgibt dem Pullover ganz viel Pfiff. Und zusammen mit der Lederhose ist das ganze ein total cooles Outfit.
    Schön, dass du gerne deinen Kleidungsstücken eine persönliche Note „verpasst“. Das macht die Dinge zu etwas einzigartigen.
    Ich wünsche dir ein schönes und entspanntes Jahr 2019 mit vielen wunderschönen Momenten.
    Liebe Grüße
    Andrea

  12. Liebe Sabine, das hätte ich sein können! Denn das “Trennerle” gehört auch bei mir zu meinem wichtigsten Hilfsmittel, wenn ich etwas umändere. Ich hätte vermutlich 10 Anläufe gebraucht, bis das Shirt so schön geworden wäre, wie es es jetzt und ich kann nur sagen, der Aufwand hat sich gelohnt. Außerdem gefällt es mir total gut, wie Du es kombiniert hast. Du bist wirklich kreativ, das beeindruckt mich, aber ich seh schon, gelernt ist gelernt, Du hast einfach schon früh damit angefangen und ich bin überzeugt, auch die Sachen, die Du Dir damals up-cycelt hast, sahen super aus!
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen ein wunderbares, neues Jahr!
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

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